Brutzeit

Mit dem Frühling beginnt überall im Gebüsch ein hektisches Treiben. Es werden Nester gebaut und die Vögel beginnen zu brüten. Und dann kommen viele Zugvögel, die im Winter im warmen Afrika gelebt haben, nach einer langen Reise zurück.

Ruf des Kuckucks

Mitte April kann man auch den Kuckuck wieder hören. Man sieht ihn nur ganz selten. Seine Eier legt er in fremde Nester im Mai und Juni. Er legt nur ein Ei in das Nest seines Wirtes. Das Junge schlüpft etwas eher und wirft die anderen Eier aus dem Nest.

Nestbesetzer

Der junge Kuckuck ist ein richtiger Nestbesetzer, der viel größer ist als seine Pflegeeltern, aber trotzdem den Pflegeimpuls auslöst. 24 Tage ist der kleine Kuckuck im Nest, ehe er groß geworden ist. Bis er selbst Nahrung suchen kann, dauert es noch weitere drei Wochen. Viele Larven und Würmer hat er bis dahin vertilgt und die Pflanzen vor starkem Befall geschützt.

Imitation & Synchronisation

Die armen Pflegeeltern, die wie das Rotkehlchen viel kleiner als der Kuckuck sind, sind nach der langen Aufzucht ganz erschöpft und brauchen Zeit, um sich von der Strapaze zu erholen. Die Idee mit dem Kuckucksei gelingt auch nur, weil das Kuckuckspärchen ganz genau aufpasst, wann das Rotkelchen seine Eier legt und das Kuckucksei genau dieselbe Farbe wie die anderen Eier hat. Es ist nur ein klein bisschen größer.

Der kleine Kuckuck ist später auf sich alleine gestellt. Er muss sich selbst vor seinen Fressfeinden wie dem Marder und den Raben schützen. Denn das zarte und flinke Rotkehlchen wird von diesen Räubern nicht gejagt. Wenn er überlebt, dann fliegt er schon im August nach Afrika und muss sich auch dort durchschlagen. In größeren Gruppen ist der Kuckuck nicht unterwegs. Das wäre ja viel zu auffällig!

Beweglichkeit und Unsichtbarkeit als Überlebensstrategie!