Gartenkultur VI

Im Juni baut die Iris im Garten eine Brücke zwischen den Frühlingsblühern, die schon geblüht haben und den Sommerblühern, die im Sommer noch blühen. Es gibt etwa 250 Irisarten: Manche Arten lieben die Feuchtigkeit am See, andere hingegen die Trockenheit und eher sandige Böden. Aber neben der vielfältigen Verwendung im Garten schlägt die Iris noch ganz andere Brücken.

Botin zwischen Himmel und Erde

In der Antike galt die Iris als die Botin zwischen Himmel und Erde. Die Blütenblätter der Iris haben eine irisierende Oberfläche, die regenbogenartig schimmert. Der Regenbogen war schon immer die Brücke zwischen Himmel und Erde. Und die Göttin des Regenbogens hieß bei den Griechen Iris.

Iris

Die Blütenblätter der Iris sibirica erinnern mit ihrer Farbe und Textur an die Iris des menschlichen Auges. Aufgrund dieser Ähnlichkeit heißt die Schwertlilie botanisch auch Iris. Vielleicht wird man auch sehend, wenn man eine Brücke zwischen Himmel und Erde herstellen kann.

Schmerzdämpfend

Die Heilkraft der Iris liegt in ihren Wurzeln und Rhizomen verborgen. Die Wurzel wirkt schmerzlindernd und wurde auch bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Aufgrund ihres intensiven veilchenartigen Duftes wird der Wurzelextrakt der Iris germanica auch heute noch in der Parfum- und Kosmetikindustrie verwendet.

Mit blühenden Stauden eine Brücke der Verbundenheit bauen!
Frohe Pfingsttage