Herzöffner

Meist bin ich positiv eingestellt und eigentlich stets voller Hoffnung im Glauben an das Gute in jedem von uns. Aber in der letzten Zeit habe ich gezweifelt. Ich habe mit mir gehadert und weiß natürlich, dass das nicht produktiv ist. Für kurze Zeit hatte ich den Kontakt zu meinem Herz verloren und damit den Glauben an mich selbst. Das kennen wir alle, wenn es mal nicht so läuft. Und wenn wir den Kontakt zu unserem Herz nicht schnell wiederfinden, kann ein Kreislauf des Hasses, der Schuldzuweisung bis hin zur Schaffung eines Sündenbocks entstehen. Wenn der Radfahrer nicht gewesen wäre, dann hätte ich keine Vollbremsung machen müssen oder wenn ich nicht mehr in der Wohngemeinschaft wohne, dann wäre alles gut. Das stimmt natürlich so nicht, aber wie finden wir da wieder heraus?

Die Herznote

Unser Erleben spielt sich häufig im Kopf ab. Wir müssen schnell möglichst vernünftige Entscheidungen treffen. Häufig merken wir in der Eile gar nicht, dass unsere Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen wurden, während unser Kopf in dem Moment, in dem er das bemerkt, anfängt zu fluchen. Es ist wichtig, Kopf und Herz in Einklang zu bringen und da müssen wir unser Herz bewusst öffnen. Nur so können wir die Bauchentscheidung mit unserem Kopf abgleichen. Wir müssen für einen liebevollen Umgang mit uns selbst und anderen immer beide Seiten wahrnehmen und in uns zulassen. Nur so können wir zu einer Balance in uns und mit anderen Menschen kommen.
Auf der pflanzlichen Ebene führt uns der Duft der Rose direkt zu unserem Herz, ob wir das wollen oder nicht! Der Rosenduft stellt die Herznote in vielen Düften dar. Er erinnert uns unbewusst an unser “Paradies” in der Gebärmutter. Dort haben wir denselben Geruch wahrgenommen und verinnerlicht. Mit diesem paradiesischen Gefühl lösen sich die Blockaden, die wir um unser Herz aufgebaut haben. Sie hatten natürlich ihren Sinn: Wir wollten uns selbst schützen.

Beruhigung, Heilung und Öffnung

Was passiert aber, wenn ich mich sicher, geschützt und geliebt fühle? Dann werden aus unserem Bauch verstärkt Signale kommen, die den anderen Menschen und damit auch uns selbst wertschätzen. Unsere Selbstliebe gelingt letztlich nur, wenn ich auch den anderen Menschen akzeptiere und ihm keinen Schaden zufüge. Das ist eine oft schmerzliche Einsicht, die wir manchmal kaum zulassen können. Denn es ist zwar einfach, die Menschen, die uns sympathisch sind, wertzuschätzen, es ist aber eine ganz andere Nummer, die Menschen zu achten, die so ganz andere Ansichten haben als wir selbst. Das schafft unser Kopf oft nicht. Und so ist es gut, dass es neben der Kopfnote eines Duftes, immer auch eine Herznote gibt, die bleibt, wenn der erste Dufthauch verflogen ist und unser Herz ein wenig weiter öffnet. Auch viele Lippenblütler erreichen unser Herz mit ihrem Duft und beruhigen uns, während der Duft der Duftgeranien eine heilende Wirkung zeigt, indem er unsere Balance fördert.

rose

Der Rosenkäfer

Nicht nur die Menschen schätzen die Rose und ihren betörenden Duft. Auch der Rosenkäfer liebt ihren Nektar und ernährt sich vom Pollen der Blüten. Neben seiner Funktion als Blütenbestäuber ist der Rosenkäfer mit seinen dicken weißen Larven, die bereits abgestorbene Holz- und Rindenteile zerlegen, ein ausgezeichneter Humusbildner. Auch wenn wir bei dem Anblick der Larven an schädigende Absichten in Bezug auf unsere kultivierten Pflanzen denken, können wir bei dem Rosenkäfer ganz beruhgt sein und seinen Anblick genießen.

Düfte für unser Herz

  • Rosa damascena
  • Duftgeranien (Pelargonium graveolens)
  • Lippenblütler: Lavendel, Salbei, Melisse, Rosmarin