Es wird endlich warm und die Bienen fliegen eifrig herum. Wo sind die großen Käfer geblieben? Es ist noch Mai, aber es waren keine Maikäfer unterwegs.
Verloren
Seit 1990 gibt es einen massiven Schwund bei der Insektenvielfalt. Insbesondere die Käferspezialisten verschwinden, weil ihre Lebensräume verloren gehen. Es gibt kaum noch Hecken, Feuchtgebiete, vermoderndes Holz und überhaupt Totholz und auch die Wiese.

Maikäfer
Der Maikäfer war im Mai unterwegs und hat nach der Paarung seine Eier abgelegt. Vier Jahre lang sind dann in der Erde die Larven herangewachsen und haben sich von den Graswurzeln und den Wurzeln der Laub- und Nadelbäume ernährt. Für die Pflanzen und die Landwirte sind die Larven, die Engerlinge heißen, eine richtige Plage gewesen und sie wurden und werden immer noch aktiv bekämpft.

Der Rosenbesuch
Es gibt auch sehr nützliche Käfer, die noch nicht verschwunden sind und in vielen Kleingärten mit ihren Kompostkisten wieder aufleben. Dazu gehört der Junikäfer oder Rosenkäfer, die etwa 2 cm lang sind. Die Larven des Rosenkäfer leben im Komposthaufen oder im modrigen Boden mit Totholz und ernähren sich von alten Pflanzenresten. Nachdem sie sich im dritten Jahr verpuppt haben, fliegen Anfang Juni die Rosenkäfer auf der Suche nach Nahrung. Ihre Verwandlung findet in einem selbstgebauten Gebilde aus Erde, Speichel und Kot statt.

Wie der Name schon sagt, suchen die Rosenkäfer große Rosenblüten auf, wo sie reichlich Nektar und viel Pollen finden. Sie bestäuben auch die Holunderblüten, den Schneeball und vereinzelt auch Disteln.

Sommer ist, wenn die Käfer und Bienen brummen!
