Warme Abende im Garten nach der Hitze des Tages werden heute kaum noch draußen genossen. Wir brauchen ständig Licht und verpassen so im Garten die Glühwürmchen, die jetzt nachts fliegen und sanft leuchten.
unsichtbar
Drei Jahre lang leben die Larven der Glühwürmchen am Boden und ernähren sich fast ausschließlich von Schnecken, Gehäuseschnecken und Nacktschnecken. Die kleinen Larven folgen der Schneckenspur und beißen in die Schnecke. Der tödlich giftige Biss lähmt die Schnecke und so kann die Larve die für sie riesige Schnecke fressen. Wir nehmen diese Aktivitäten nicht wahr. Im Garten brauchen wir Dunkelheit, Totholz, Wiese und Kompost, damit sich die Glühwürmchen wohl fühlen.

Spotlight
Kurz vor dem 24. Juni verpuppen sich die Larven nach drei gefräßigen Jahren und die weiblichen flugunfähigen Tiere krabbeln auf Äste und beginnen abends sanft gelblich grün zu leuchten. Die männlichen fliegenden Glühwürmchen sind Käfer. Es gibt die kleinen Glühwürmchen, die auch leuchten und die großen Glühwürmchen, die nicht leuchten. Nur ein bis zwei Wochen fliegen viele Glühwürmchen nachts im Garten auf der Suche nach den leuchtenden Weibchen umher, dann ist das Schauspiel vorbei.

Lumineszenz
Bei dem Leuchten der Glühwürmchen wird in ihrem Körper ein Leuchtstoff aktiviert. Er leuchtet hell, weil ganz viel Energie frei wird und dabei kalt bleibt. Man kann das Leuchten mit den Leuchtstäbchen vergleichen. Wenn sie geknickt werden, geben sie ein paar Stunden Licht ab ohne warm zu werden.

Wir können nicht in der Dunkelheit leuchten, aber mit Reflektoren und Neonfarbe am T-shirt oder der Jacke können wir uns im Dunklen sichtbar machen, indem das Licht der Beleuchtung zurückgestrahlt wird.
Mit Neonfarbe strahlen wie die Glühwürmchen!
