Die alteingesessenen Bewohner eines Dorfes werden weniger. Mit ihnen stirbt eine längst vergangene Welt. So sind auch die Ammoniten ausgestorben, aber ihre Häuser sind als Versteinerungen geblieben. Viele Häuser werden saniert und es kommen Menschen aus der Stadt, um sich niederzulassen.
Was bleibt
Das Leben auf dem Land führt zu einer robusteren Einstellung gegenüber Trends. Es geht auch ohne den Trend und wenn nicht, dann muss er wirklich einen Mehrwert haben. Eine Jacke muss wirklich wärmen und Stiefel müssen im Winter eine rutschfeste Sohle haben und gegen Feuchtigkeit unempfindlich sein. Es gibt Modepflanzen, aber es bleiben die Bäume wie die alten Eichen.

Verbindungen, die halten
Wenn man dauerhaft an einem Ort ist, dann lernt man, Kompromisse zu schließen und Geduld zu haben, weil man dem Nachbarn auch morgen noch begegnen muss. Dauerhafte Verbindungen haben etwas mit Gewohnheit und Vertrautheit zu tun, weniger mit sprunghaften Ideen oder chaotischem Verhalten ohne Rhythmus. Ohne den Jahresrhythmus findet man im Winter keine Ruhe und ohne eigenen Rhythmus verträumt man den freien Tag.

die Kirche im Dorf lassen
Die Kirchtürme sind wie große alte Bäume: Signalgeber! Sie bleiben und mit ihr die Rituale. Man mag sie oll finden oder gerade für sich wieder entdecken. Oft sind wir so betriebsblind, das wir den Wert im Naheliegenden nicht mehr erkennen können. Der große Baum ist Nahrung für viele Vögel und Insekten, er ist Quelle der gesunden Luft und Klimaanlage im Sommer und er ist ein Raumöffner. Das ist die Kirche auch: Ein Raum für das Unfassbare!
Nur, wenn man sich Zeit nimmt und Raum läßt, kann man erkennen, was bleibt!
