Es gibt Bäume, die einzeln stehen und es gibt Bäume, die große Kolonien bilden. Die älteste lebende Baumkolonie ist in den USA im Bundesstaat Utah zu finden und wird Pando genannt. Die Kolonie besteht aus der Zitterpappel, Populus tremulus. Sie ist 2026 der Baum des Jahres.
der zitternde Riese
Die uralte Baumkolonie besteht aus 47 000 Bäumen, die schon mehr als 16 000 Jahre gewachsen sind. Dabei wachsen die neuen Stämme aus den Wurzeln ihrer Eltern. Alle Stämme teilen so ein unterirdisches Wurzelsystem und haben sich vegetativ vermehrt.

Die ständige Bewegung der Blätter im Wind mag wie ein Zittern wirken, aber es kann auch als mächtiges Rauschen wahrgenommen werden. Wie das Rauschen von vielen menschlichen Stimmen auf einer Kundgebung oder in einer großen Halle.
Viele Menschen haben gemeinsam mehr Möglichkeiten, als ihnen bewusst ist. Gemeinsam fühlen wir uns sicherer. Alle Menschen sind letztlich in einem großen lebendigen Netz miteinander verbunden. So wie die vielen Stämme der Zitterpappel bilden wir eine Gemeinschaft.

ich verbreite mich
Pando bedeutet wörtlich übersetzt: Ich verbreite mich. Das Ziel der Pappelkolonie besteht darin, sich trotz Schwierigkeiten zu verbreiten und sich bei Trockenheit durch gemeinsame Wurzeln gegenseitig zu stärken. Die sicherste Form der Verbreitung von Informationen, Wissen und Erfahrungen ist das persönliche Gespräch. Es ist dieses Murmeln oder Zittern, das uns beruhigt, wenn wir Teil des Netzes sind, das sich wechselseitig stärkt.
Jedes Netzwerk bewahrt und verbreitet seinen Schatz!
