Der Besuch der Sphinx ist hier bei uns sehr unwahrscheinlich. Aber sicher würde sich die Hortensiendame freuen und interessiert ihren neuen Besucher betrachten. Beide wären dann auch noch entzückt, dass ihre Begegnung dank der Tarnung der Sphinx fast unentdeckt bleibt.

Herkunft
Vor der Verwandlung zur Sphinx hatte diese eine gefräßige Phase und war eher unscheinbar, aber doch geschmackvoll unterwegs. Sie fraß sich durch zahllose Blätter durch. Es waren die Blätter des Knopfbuschs, also eher unbeschriebene Blätter.


die Frage der Wandlung
Diese gefräßige und unscheinbare Raupe war sehr fleißig. Sie testete viele Blätter und liebte die saftig wässrigen Blätter. Sie waren besonders gehaltvoll. Für eine Raupe geht es schlicht um die gehaltvolle Masse. Einfach nur schön, das ging für die Raupe einfach nicht.

und die unfassbare Anziehung
Es grenzt ja an ein Wunder, dass wie aus heiterem Himmel plötzlich genau zur Blütezeit, zu der Zeit also, wo sich die Hortensie besonders heraus geputzt hat, die Sphinx auftaucht und sie bestäubt und ihren Nektar in der Dämmerung genießt. Leider kann die Sphinx nicht über den Ozean fliegen und bleibt in ihrer Heimat in den USA. Dadurch bleibt die Hortensie vom Raupenfraß verschont, verliert aber auch einen Bestäuber und Bewunderer.
Die Neophyten müssen manchmal ihre alten Verbindungen hinter sich lassen!
