verletzbar

Die europäische Auster ist eine Spezialität in der Küche und an der Küste zuhause. Sie ist vom Aussterben bedroht. Sie reagiert ausgesprochen empfindlich auf die Verschmutzung von Gewässern und Viruserkrankungen.

Verschlossen wie eine Auster

Die Verletzungen und Schmerzen der Auster in ihrer Schale sind unsichtbar verborgen, ebenso ihre Art, mit den Parasiten umzugehen. Erst, wenn die Austern geerntet werden, werden die Austern gegessen und es können Perlen zum Vorschein kommen. Die Auster versucht den Virus und den Schmutz loszuwerden, indem sie Perlmutt absondert. So wandelt sie die Verletzung in eine Perle.

Der Austernfischer mag die Austern wegen der harten Schale nicht, sondern er knackt lieber Miesmuscheln und Herzmuscheln. Pro Tag braucht er 200 - 300 Stück! Bei uns Menschen kommen 40 -75 Muscheln pro Person auf den Teller.

Natürliche Kläranlage

Wenn wir auf die Austern verzichten können, dann können die robusteren heimischen Miesmuscheln wieder öfter auf den Teller kommen und gleichzeitig ihren ökologischen Beitrag leisten: Die Miesmuschel arbeitet wie eine Kläranlage. Sie filtert die Parasiten aus dem Wasser und reinigt es. Eine Miesmuschel kann einen Liter Wasser pro Stunden reinigen.

Die Muschel hat ein Atemrohr bei dem sie Wasser einatmet und an der anderen Seite wieder ausatmet. Bei dem eingeatmeten Wasser sind Plankton, winzige Tierchen, und Dreck enthalten, während das ausgeatmete Wasser sauber ist.

Austernersatz

Wer auf den Geschmack der Auster nicht verzichten möchte, kann auch die Austernpflanze kultivieren. Die Austernpflanze, Mertensia maritima, ist eine Staude für den schattigen und halbschattigen Bereich. Ihre Blätter schmecken austernartig und können zum Salat verwendet werden.

Verletzungen kommen immer vor: Das Gute ist aber, dass viele Verletzungen wieder heilen können und oft etwas ganz Wunderbares entsteht oder entdeckt werden kann.