Der Hochsommer ist vorbei. Es gibt jetzt noch schöne warme Tage, aber die kühlen Morgentemperaturen deuten auf Veränderungen hin. Viele Blüten sind schon verblüht. Im Herbst beginnt nun wieder die Gartenarbeit. Sollen die Blütenstände abgeschnitten werden?
Wilde Ecken
Es wäre schade, wenn es im Garten keine wilde Ecke mehr gibt, wenn es die wilde Möhre und andere Doldenblütler einfach nicht mehr gibt. Indem wir die verblühten Schönheiten zurecht stutzen, entfernen wir auch Wertvolles.

für schöne Leichtigkeit
Es gibt wilde Besucher im Garten wie der Schwalbenschwanz, genannt Papilio, der sich besonders über die Wilde Möhrenblüte und die Fenchelblüte freut. Und natürlich freut er sich auch, wenn die Samenstände für das nächste Jahr aussäen können. Aber da ist noch etwas: Die zarte Leichtigkeit des Schmetterlings verträgt sich nicht mit der herbstlichen Kühle.

Bereits im August verpuppen sich die Raupen des Schmetterlings und hängen an verholzten Stengeln kurz über dem Boden buchstäblich am seidenen Faden. Wenn wir das lebendige Farbspiel des Schwalbenschwanzes und anderer Tagfalter im Frühjahr wieder erleben wollen, dann müssen wir die wilde Ecke zulassen.
und Kahlfraß am Rand
Natürlich entfaltet sich die Schönheit erst wieder, wenn es wärmer geworden ist und das Grün schön saftig wächst. Dann werden die runden Eier oft in Bodennähe gelegt, aus denen die gefräßigen Raupen schlüpfen und sich von unten nach oben durch eine Pflanze durchfressen, ehe sie dick und rund sich wieder im Juni verpuppen.

Manchmal sehen die Raupen ja ganz schön aus und können am Rand in der wilden Ecke geduldet werden. Schön anzusehen ist der Kahlfraß der Raupe aber leider nicht. Aber ohne den Kompromiss und ohne das Insektengetümmel fehlt nicht nur das Spiel der Schmetterlinge, sondern auch das Vogelgezwitscher und das wäre ja ganz traurig.
Die zarten Besucher des Gartens, die Schmetterlinge, verpassen den Herbst und den Winter!
