Zitrusduft

Der Duft der Mandarinen und Apfelsinen gehört für viele ältere Menschen zur Weihnachtszeit, weil die exotischen Früchte früher etwas Besonderes waren. Die ursprüngliche Heimat der Zitrusgewächse ist Asien. Zitrusfrüchte stehen heute ganzjährig zur Verfügung und wir alle schätzen die Orangen, Mandarinen und Clementinen als auch die Zitronen. Heute kommen die Apfelsinen überwiegend aus Brasilien zu uns, während die Mandarinen und Clementinen meist in Spanien für den Export kultiviert werden. Das Besondere an den Zitrusfrüchten ist ihre Fruchtschale, die wir meist nach dem Verzehr der Frucht achtlos wegwerfen.

Zitrusfrüchte sind ganzjährig beliebt

Zunächst stellt sich die Frage, was die Zitrusfrüchte so beliebt macht. Die Früchte aller Zitrusarten wirken kühlend. Diese Eigenschaft macht sie im Sommer zu einer angenehmen Erfrischung. Darüber hinaus werden die Früchte allgemein wegen ihres hohen Vitamin C Gehaltes geschätzt. Die gesundheitsfördernde Wirkung der Früchte wird aber nicht allein durch den Vitamingehalt bestimmt (der ist in anderen Früchten wie Erdbeeren, Guave, Hagebutte und Weißdorn sogar deutlich höher), sondern durch das Zusammenwirken mit weiteren Inhaltsstoffen wie dem Hesperidin. Dieser Stoff wirkt entzündungshemmend und bei Grippe auch antiviral.

Die Heilkraft liegt auch in der Schale der Frucht

Wenn wir ungespritzte Zitrusfrüchte aus dem Bioladen genießen können, dann sollten wir die Fruchtschale nicht wegwerfen. In ihrer oberen Schicht, die grünlich, gelb oder orange je nach Carotinoidgehalt gefärbt ist, befinden sich zahlreich Ölgänge, die in der Zeichnung als “Löcher” gemalt sind. An diese Schicht schließt sich ein weißes schwammartiges Gewebe an, bevor wir dann zum Fruchtfleisch kommen. Mit dem jeweiligen Öl versucht sich die Pflanze vor Pilzen und Bakterien zu schützen. Ist der schützende “Mantel” der Frucht stark verletzt, so kann sich die Frucht nicht mehr schützen und verschimmelt sehr schnell. Dieses schützende Öl der jeweiligen Zitrusfrucht wird in China bereits seit langer Zeit medizinisch genutzt und u.a. bei Oberbauch- und Verdauungsproblemen eingesetzt. In Europa finden die ätherischen Öle als Raumduft, in Parfums, Reinigungsmitteln und Massageölen zunehmend Verwendung. Und wir selbst können die unbehandelte Schale zum Backen als Aroma verwenden oder die Orangenschale mit anderen Kräutern als Tee trinken. Natürlich können wir auch mit einem ätherisches Öl für einen entspannenden Raumduft sorgen.

Pflanzenauswahl Eigenschaften psychisch als Raumduft Wirkungen körperlich
Orangenöl entspannende, angstlösende, aufhellende Wirkung antiseptisch, adstringierend spasmolytisch, Anwendung bei Massage
Zitronenöl nervenberuhigend und konzentrationsfördernd Raumluftdesinfizierend, antiviral sowie antibakteriell, Anwendung Inhalation
Mandarinenöl rot, aus reifen Früchten sedativ bei Schlafstörungen und stressbedingten Beschwerden, für Kinder geeignet antibakteriell und immunstimulierend, Anwendung in Bädern
Bergamotteöl angstlösend und stark antidepressive Wirkung antibakterielle Wirkung als Raumduft

Orange

Zitrusbäumchen kühl überwintern

Wenn wir uns im Sommer ein Zitronen- oder Orangenbäumchen auf unseren Balkon oder auf die Terrasse geholt haben, so müssen diese entweder bei einem Überwinterungsservice die kalte Jahreszeit verbringen oder kühl bei ca. 12 °C im Keller oder kühlen Wintergarten stehen. Es sollte in jedem Fall hell sein. Gegossen wird jetzt nur einmal im Monat weiterhin mit kalkfreiem Wasser. Bei Temperaturen unter 12 °C stellen die Pflanzen jegliches Wachstum ein. Erst im März kann wieder mehr gegossen und auch gedüngt werden. Bei einer warmen Überwinterung besteht das Problem, dass in unseren Breiten die Lichtintensität für ein gutes Wachstum nicht vorhanden ist und das Bäumchen in der Regel mit Blattfall reagiert.