Gefühle anderer spüren

Gefühle sind unser Bindeglied und Motor zwischen Wahrnehmung und Handlung. Im Gegensatz zu den Affekten, die spontane Impulse sind, kommen die Gefühle eher aus unserem Inneren, nachdem wir etwas wahrgenommen oder getan haben. Der Impuls, Gefühle anderer mitzufühlen, resultiert häufig aus einem Schuldgefühl, das entsteht, wenn wir andere verletzen.

Über die Hypophyse, die Hirnanhangdrüse, werden bei der Auslösung von Gefühlen Botenstoffe über das Blut verschickt, über die dann eine Handlung eingeleitet wird. Die Botenstoffe sind in der Regel Hormone. So ist Testosteron unser Powerhormon, während Insulin unseren Blutzucker reguliert oder Oxytocin unsere Bindungen festigt.

Wenn wir die Gefühle anderer Menschen sehr stark empfinden, können wir sie durch Körperarbeit dämpfen. Mit Achtsamkeitsübungen, Bodyscans, die unsere Aufmerksamkeit auf Atmung, und Muskelaktivierung lenken, werden die Emotionen flexibel gelenkt. Auch Massagen und Sex sowie Körpertrainings können zur Selbstkontrolle beitragen. Sie ist die Voraussetzung, um wieder in Resonanz mit unseren Mitmenschen zu kommen.

Indem wir uns wie die Schlange häuten, können wir nicht nur durch Rollenspiele und Bilder unsere Fähigkeit, die Gefühle anderer zu spüren, stärken. Auch das unbewusste Nachvollziehen von Gesten und der Mimik bringt uns in Resonanz.