Was bedeutet Empathiefähigkeit?

Wenn wir das Fühlen können, was ein anderer Mensch fühlt, sprechen wir von Empathie. In Resonanz mit dem Gefühl eines anderen Menschen zu schwingen, kann uns beflügeln oder auch belasten. Während die Empathie spontan und ohne Distanz empfunden wird, ist das Mitgefühl eher vernunftgeleitet und auf eine positive Begleitung des anderen gerichtet.

Unsere Fähigkeit, Mitgefühl für andere Menschen zu empfinden, wird von unseren spontanen Gefühlsregungen, Affekten, und unseren Gefühlen beeinflusst. Affekte sind eher nach außen gerichtete Emotionen. Sie sind kurz und intensiv und dabei meist auf andere Personen oder konkrete Umstände gerichtet. Während der Affekt nach außen gerichtet ist, ist das Gefühl eher die innere Wahrnehmung eines Zustandes wie Wut, Angst, Trauer, Freude und Ekel gerichtet.

Empathieregulation:
Wenn uns andere Menschen und Ereignisse beschäftigen und uns aus unserem Gleichgewicht herausbewegen (e movere: Emotion), haben wir die Kontrolle verloren. Wir gewinnen die Kontrolle über uns durch die Rückbesinnung auf unseren Körper in Form von Achtsamkeitsübungen, Atmung und Muskelaktivierungen wie z.B. Schütteln zur Steigerung der Hirndurchblutung. Erst dann können wir wieder in Resonanz zu unseren Mitmenschen kommen.